Pferde – warum Pferde faszinieren

27. Mai 2010

Wer einmal selbst im Sattel eines Pferdes gesessen ist, kennt sicherlich die unglaubliche Faszination, die diese Tiere auf den Menschen ausüben. Das Pferd ist seit langer Zeit der treue Begleiter des Menschen und in den unterschiedlichsten Kulturen sind die Pferde fester Bestandteil des Lebens geworden. Doch woher kommt diese unglaubliche Faszination, die das Pferd auf den Menschen ausstrahlt?

Das Pferd selbst wird meistens als sehr edles und heroisches Tier wahrgenommen. Zum einen liegt das an der Natur des Pferdes selbst. Die Größe und die Ruhe, die dieses Tier ausstrahlt, ziehen viele Menschen in ihren Bann. Zum anderen liegt diese Faszination aber auch an der kulturellen Bedeutung der Pferde. Das Pferd war über Jahrhunderte fester Bestandteil der Gesellschaft, insbesondere auch der Kriegsführung. Unzählige Heldengeschichten sind eng mit dem Pferd verbunden. Kaum ein Abenteuerroman, dessen Handlung nicht in der Moderne stattfindet, kommt ohne das Pferd als Begleiter des Helden aus. Insbesondere in Wildwestromanen kommt dem Pferd immer wieder aufs neue eine wichtige Rolle zu. Sowohl für die Cowboys, als auch für die Indianer war das Pferd steter Begleiter des Romanhelden und wichtiger Bestandteil der Handlung. Auch wenn man sich dieser geschichtlichen und literarischen Verbindung zwischen Pferd und Heldentum nicht immer bewusst ist, spielt sie unterbewußt eine wichtige Rolle für die Faszination, die das Pferd ausstrahlt. Insbesondere bei Kindern ist diese literarische und historische Bedeutung der Rolle des Pferdes jedoch von großer Bedeutung. Nicht selten wollen Kinder die Abenteuer ihres Romanhelden selbst auf dem Pferderücken nachspielen.

Die Rolle, die das Pferd in vielen Kulturen inne hatte ist sicherlich ein Teil der Erklärung, warum das Pferd eine solch große Faszination auf viele Menschen ausstrahlt. Ein anderer Teil ist das persönliche Empfinden, das jeder Mensch empfindet, wenn er auf einem Pferd reitet. Da das von Person zu Person unterschiedlich ist, ist es sehr schwierig, diese Empfindungen allgemeingültig in Worte zu fassen. Es hängt immer vom persönlichen Empfinden des Reiters ab. Meistens wird es jedoch als sehr erhabenes Gefühl empfunden, auf einem Pferderücken zu sitzen. Die Höhe des Sitzes, die Erhabenheit ausstrahlt, das Gefühl der Geschwindigkeit, wenn das Pferd in den Galopp wechselt und vorallem das “Einswerden” mit dem Tier sind Gefühle, die man nur schwer erklären kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
Wenn man gerne ausreitet, kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Das Pferd als sehr natürliches Fortbewegungsmittel ist eine faszinierende Art, neue Landschaften zu erkunden. Wenn man beispielsweise im Urlaub in entlegene Regionen kommt, ist es etwas ganz besonderes, faszinierende Landschaften mit dem Pferd zu erkunden. Da das Pferd selbst Teil der Natur ist, empfindet man sich als Einheit mit dem Pferd viel intensiver mit der Landschaft und der Natur verbunden, als man es empfinden würde, wenn man sie auf andere Art erkundet.

Geschichte der Indianer

27. Mai 2010
Den ersten Kontakt zwischen Indianern und den Eroberern aus dem Westen Europas gab es wohl im Jahre 1492. Es war Christoph Kolumbus, der auf indigene Menschen traf, welche wohl schon seit Jahrhunderten auf dem amerikanischen Kontinent lebten. Wann und wie sie jedoch dorthin geraten waren, blieb lange Zeit ein Rätsel. Erst moderne Forschung beschäftigte sich damit, wann die ersten Menschen nach Amerika kamen.

Es soll während der letzten Phase der Vereisung Nordamerikas gewesen sein – also etwa 12.000 Jahre vor Christus. Damals bestand eine Landbrücke zwischen Asien und Amerika, die danach auseinander gerissen wurde. Doch zu diesem Zeitpunkt können Menschen zu Fuß von einem Kontinent zum anderen gelangt sein. Allerdings gibt es auch Szenarien für eine Besiedlung von Ozeanien und Südasien aus mit Hilfe von Booten. Eine vollständige Klärung fehlt hier noch.

Woher kommt der Name “Indianer” ?

Den Namen Indianer erhielten diese Ureinwohner Amerikas natürlich erst durch die Europäer. Diese dachten schließlich, dass Kolumbus Indien erreicht hätte. Doch mit eben dem Eintreffen der Europäer in der Neuen Welt wurde praktisch auch das Ende der Indianer besiegelt – auch wenn es ein langes Sterben war. Konnten sich vor der Besiedlung durch die Europäer die Indianer unbegrenzt auf ihrem Kontinent entfalten, ihre Kultur und Lebensweise entwickeln, wollten die Eroberer ihnen die Ihre aufzwingen. Die Ureinwohner Mexikos, die Azteken, wurden dabei vollständig ausgerottet. Ein solch dramatisches Schicksal mussten die nordamerikanischen Indianer erst nach und nach erleben. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als immer mehr Europäer ins Land kamen – und den Platz für sich beanspruchten. Die Indianer wurden immer weiter zurückgedrängt. Es kam zu immer mehr Kämpfen, bei denen die Indianer gegenüber den Schusswaffen der Weißen maßlos unterlegen waren. Die Indianerkriege konnte nur zugunsten der europäischen Siedler ausgehen. Zumal diese Indianer einfach niedermetzelten – auch Frauen und Kinder – und ihnen mit der Tötung der Büffel ihre Lebensgrundlage nahmen. Die Indianer, welche es schafften, zu überleben, wurden in Reservate gebracht, wo sie auf engstem Raum leben mussten und ihre Kultur nicht mehr ausleben konnten. Die Kinder mussten zwangsweise eine Schule besuchen, wo sie nichts mehr von ihren Wurzeln erfuhren.

Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert, dass die Indianer dieselben Rechte bekamen, wie sie die weiße Bevölkerung hat. Dennoch gibt es bis heute Spannungen und müssen die meisten Indianer minderwertige Arbeit leisten. Jedoch gelingt es ihnen immer wieder bei sogenannten Powows ihre Kultur und Tradition einem großen Publikum zu präsentieren und zu zeigen, dass sie stolz darauf sind, Indianer zu sein.

Wie Indianer lebten

27. Mai 2010

Über das Leben der Indianer wurden schon viele Bücher geschrieben. Denn ohne Zweifel finden wir alle die Eigenarten der Lebensweise von Indianern mindestens seit den Tagen der Jugend interessant, als wir die Romane des Karl May lasen. Doch auch May war niemals in Nordamerika. Er kannte ebenfalls nur Indianerlegenden und ließ daraus seine phantasievollen Geschichten rund um den Helden Winnetou entstehen. Wie aber lebten die Indianer wirklich? Was war wichtig in ihrem Leben?

Glauben der Indianer

Zum einen besaßen die Indianer einen großen Glauben. Dieser war jedoch gänzlich anders als der Glauben der weißen Siedler und Eroberer – und deshalb für diese auch völlig unverständlich. Die Indianer lebten und leben ihren Glauben in Einklang mit der Natur. Jede Pflanze und jedes Tier ist wertvoll – und spiegelt das Göttliche wider. So war es Tradition, dass die Indianer sich bei einem getöteten Tier für ihr Tun entschuldigten – und auch tatsächlich nur soviel töteten, wie sie zum Überleben brauchten. Auch deshalb traf sie das sinnlose Abschlachten von Büffeln durch die Weißen so stark.

Manitu ist die höchste Gottheit der Indianer. Zu ihm beteten sie. Aber ebenso zur Großen Mutter Erde, welche ihnen Früchte und damit eine Lebensgrundlage schenkte.

Jeder Indianer hatte einen bestimmten Totem – meist ein Tier, welches ihm dem Glauben nach sein ganzes Leben lang begleiten sollte. Auch die Namen der Indianer hatten meist eine sehr symbolische Bedeutung.

Das tägliche Leben der Indianer

Das tägliche Leben der Indianer war bestimmt durch die Jagd und durch Wanderungen quer durch die amerikanischen Prärien. Die meiste Indianer lebten in Zelten, den sogenannten Tipis, doch es gab durchaus auch Indianerstämme, welche Holzhäuser bauten. Das Leben der Indianer als Jäger und Sammler war sehr ursprünglich. Die Familie und das Zusammenleben waren ihnen sehr wichtig. Unter den Indianerstämmen gab es jedoch immer wieder auch Kriege, bei denen dann vor allem die jungen Krieger gegeneinander kämpften.

Das Pferd wurde mit der Zeit zur wichtigsten Möglichkeit der Fortbewegung. Doch Pferde brachten erst die Weißen nach Amerika – sie waren wohl das einzig Positive, was Indianer durch sie erhielten. Pferde erleichterten ihren Alltag – vor allem bei Zügen durchs Land – zusehends. Auch Hunde spielten im Leben der Indianer immer eine wichtige Rolle. Während die Männer kämpften und jagten, waren die Frauen für die Kindererziehung sowie für die Herstellung von Kleidung und Essen zuständig. In einem indianischen Dorf gab es eine sehr klare Rollenverteilung. Hochzeiten wurden oft von den Häuptlingen bestimmt, sodass nicht immer die Liebe siegte.